10.07.2021 - Kadri Voorand & Mihkel Mälgand
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
10.07.2021 - Rymden
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
23.07.2021 - Shri Sriram Quartet
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
23.07.2021 - Nils Petter Molvær Group
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
24.07.2021 - Marius Neset Quartet
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
24.07.2021 - Jazzanova
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
31.07.2021 - Emil Brandqvist Trio
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
31.07.2021 - Tingvall Trio
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
 
 
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Suggestive Sounds

03.06.2017

Die Künstler bei palatia Jazz: Sebastian Studnitzky und sein KY Quartett spielen in der Villa Böhm

Von Rainer Köhl

Neustadt. Das Sebastian Studnitzky KY Quartett ist am Samstag 10. Juni im Vorprogramm zu Gast bei Palatia Jazz im Park der Villa Böhm in Neustadt. Ab 19.30 Uhr spielt der Trompeter und Keyboarder mit seiner Band, bevor die Lars Danielsson Group aufs Podium kommt.

Sebastian Studnitzky ist ein Vollblutmusiker, der in den 1970er Jahren im Nordschwarzwald aufwuchs. Schon früh entwickelt er eine Leidenschaft für Musik. Bereits als Teenager stand für ihn fest, dass er sein Geld später einmal als professioneller Musiker verdienen will. So studierte er nach der Schule an der Musikhochschule Stuttgart die Fächer Trompete und Klavier. „Als Student in irgendeiner WG zu wohnen, eigentlich kein Geld zu brauchen, einfach Tag und Nacht Musik zu machen, das war schon geil“, erinnert er sich an seine Studienjahre zurück. Eine Studium in Filmorchester-Arranging in Boston schloss er an.Schon während seiner Studienzeit hat er sich einen großen musikalischen Bekanntenkreis aufgebaut. Ganz gleich, ob solo oder unter dem Banner diverser Kollektive (Triband, Studnitzky-Trio): Studnitzkys Melange aus Jazz, Klassik, Pop und Elektro war eine Marke. Früh schon war er als Studio-Musiker sehr gefragt, machte Platten-Einspielungen für Laith Al-Deen ebenso wie für Nils Landgren, Max Herre, 2Raumwohnung, Jazzanova und andere.

KY ist das Synonym für Sebastian Studnitzkys aktuelles Projekt. Der mit dem „ECHO Jazz“ ausgezeichnete Trompeter und Pianist setzt bei „KY Organic“ auf von elektronischer Musik beeinflusste Ästhetik in kleiner instrumentaler Besetzung. „Früher war ich mal ein reiner Jazztrompeter“, sagt der Musiker, doch im Laufe seines musikalischen Werdegangs hat er viel mehr Türen aufgemacht und ist nun zuhause in unterschiedlichen musikalischen Stilen.

Studnitzky hat seinen ganz eigenen Sound entwickelt: Jazz und doch viel mehr. Ob mit der Trompete oder am Klavier sind seine Songs durch seine ungewöhnliche, sehr individuelle Klangfärbung geprägt: weich, fließend und zurückgenommen, aber nicht minder intensiv und eindringlich. An der Trompete entwickelt er einen sanft flutenden, fast flötenartig weichen Ton, ähnlich wie Nils-Petter Molvaer oder Arve Henriksen. Zusammen mit dem Schlagzeuger Tim Sarhan, dem Bassisten Paul Kleber und dem Gitarristen Laurenz Karsten hat sich Studnitzky in ein Tonstudio in der polnischen Provinz zurückgezogen und sein Album eingespielt. Die Selbstbeschreibung: „Minimal Techno mit zauberhaft raffinierten Stimmführungen und offene Jazzimprovisationen mit Indie-Pop-Harmoniefolgen in Einklang. Rhythmisch, unnahbar und romantisch zugleich“. Die vier sind auch in Neustadt vereint.

Atmosphärische, elegische Klänge sind dem Multiinstrumentalisten wichtig. Melodiös nachhallende Melodien entlockt Studnitzky dem Klavier und in Balladen lässt er gerne die gestopfte Trompete melancholisch aufleuchten. Eine sehr stimmungsvolle Musik, mit clubbigen Klängen unterlegt. Sebastian Studnitzky bläst seine Trompete in einer Mischung aus elegischer Tristesse und visionärer Hymnik, welche das Vorbild Miles Davis durchscheinen lässt. Der samtige Trauerton seiner gestopften Trompete intoniert eine dunkle Lyrik der Nacht. Langgezogene Töne schickt er hinaus in ein Irgendwo, wo sich Tristesse und nächtliche Poesie begegnen. Wenn er die Töne mit leichtem growling einpresst, so wirken diese noch eine Spur weltverlorener. Zusammen mit den asymmetrisch pulsierenden drum&bass-Rhythmen ergibt dies eine Musik von dunkler Schönheit. Suggestive Sounds der schönsten Art. Klänge wie dunkle Traumgespinste.

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz Nr. 128
Datum Samstag, den 03. Juni 2017
Seite 18