10.07.2021 - Kadri Voorand & Mihkel Mälgand
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
10.07.2021 - Rymden
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
23.07.2021 - Shri Sriram Quartet
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
23.07.2021 - Nils Petter Molvær Group
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
24.07.2021 - Marius Neset Quartet
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
24.07.2021 - Jazzanova
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
31.07.2021 - Emil Brandqvist Trio
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
31.07.2021 - Tingvall Trio
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
 
 
ab Freitag, 25. Dez. 2020, 15 Uhr - Anke Helfrich & Adrian Mears Duo
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ab Freitag, 25. Dez. 2020, 15 Uhr - Joo Kraus Quartett
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ab Samstag, 26. Dez. 2020, 15 Uhr - Miriam Ast und Daniel Prandl Duo
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ab Samstag 26.12.2020, 15 Uhr - Thomas Siffling Quintett
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ab Sonntag, 27. Dez. 2020, 15 Uhr - Markus Stockhausen Group
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ab Sonntag, 27. Dez. 2020, 15 Uhr - Christoph Titz & Frobeat feat. Pat Appleton
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26.02.2015

„Palatia Jazz“ bringt zwei Trios nach Neustadt und eine britische Sängerin nach Haßloch

Neustadt/Bad Dürkheim. Das Motto „The finest in Jazz“ des Festivals „Palatia-Jazz“ trifft dieses Jahr auf Neustadt und Bad Dürkheim absolut zu, denn Veranstalterin Suzette Yvonne Moissl aus Deidesheim hat den Jazz-Weltstar Branford Marsalis für 25. Juli auf die Klosterruine Limburg bei Bad Dürkheim geladen, in seinem Vorprogramm wird das „Emil Brandqvist Trio“ spielen. In Neustadt treten am 4. Juli zwei höchst gegensätzliche Trios hinter- und miteinander auf.

Die Klosterruine Limburg sei „einzigartig und biete „unglaubliche Erlebnisse“, erklärte die Veranstalterin gestern bei der Vorstellung ihres ambitionierten Programms im „Ältesten Haus“ in Haßloch. Ein Tag vor Marsalis macht dort oben Martin Tingvall Station, der von Yvonne Moissl vor Jahren quasi „entdeckt“ wurde und heute mit Preisen überschüttet und gefragt ist. Der Pianist wird von Omar Rodriguez Calvo am Bass und Jürgen Spiegel am Schlagzeug begleitet. Für Tingvall wurde die britisch-skandinavische Formation „Phronesis“ (griechisch für „Klugheit“ oder „Vernunft“) ins Vorprogramm gebucht, um einen musikalischen Kontrast aufzubauen, „Phronesis“ lebt vom Bassisten Jasper Hoiby, der vom Pianisten Ivo Neame (Piano) und Schlagzeuger Anton Eger begleitet wirdNoch weitaus krassere musikalische Gegensätze finden am 4. Juli vor der Villa Böhm in Neustadt zusammen: Das norwegische „Silje Nergaard Trio“ trifft auf das armenische „Tigran Hamasyan Trio“. Beide Formationen werden erst getrennt, dann gemeinsam musizieren. Der in New York lebende Tigran Hamasyan (Piano, Gesang, Synthesizer, Effekte) liebt das intensive Pianospiel, beherrscht aber genauso gut romantische Balladen. Dem heute 27-Jährigen gelang 2006 mit seinem Debütalbum „World Passion“ der internationale Durchbruch. Er wird von Sam Minaie (Bass) und Arthur Hnatek (Schlagzeug) begleitet. Die norwegischen Sängerin Silje Nergaard, die kurz vor der Veröffentlichung ihres 15. Albums steht, fällt vor allem durch ihre zarte, manchmal gar kindlich wirkende Stimme auf, die die 48-Jährige virtuos einzusetzen versteht. Ihr Auftritt verspricht gefühlvolle Balladen zwischen Jazz und Pop, begleitet nur von zwei Gitarristen: Hallgrim Bratberg und Havar Bendiksen.

In Haßloch wird „Palatia Jazz“ am 31. Juli zum 9. Mal im „Ältesten Haus“ in der Gillergasse zu Gast sein, für Moissl traditionell ein guter Ort, um neue Künstler und Konzepte zu erproben. Diesmal hat sie die britische Singer-Songwriterin und Multiinstrumentalistin Julia Biel eingeladen, die nach ihrer Einschätzung „das Zeug zu einem Weltstar“ hat und in ihrem Repertoire poetische Lovesongs mit Sozialkritik verbindet. Ihre Stimme wurde in der Presse mit Cassandra Wilson, Billie Holiday und Nina Simone verglichen.

Bereits am 18. Juli serviert das Festival ein Doppelpack vor der Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben: Der österreichische Akkordeonist und Bandoneon-Spieler Klaus Pajer und der Cellist Asja Valcic treffen auf den tunesischen Oud-Spieler Anouar Brahem, der von François Couturier (Piano), Klaus Gesing (Bassklarinette) und Björn Meyer (Bass) begleitet wird. „Flüchtlingsströme“ könnte man dieses Konzept betiteln, die weltweiten Flüchtlingsbewegungen spiegelt sich auch in der Musik wider.

Das für Budget des Festivals ist dieses Jahr nach Moissls Worten unter 400.000 Euro gesunken, weil sich einige große Sponsoren zurückgezogen haben. Ein großer Autohersteller, der viele Jahre den Fahrservice für Musiker und Veranstalter organisiert hatte, wird sich künftig im Sport betätigen und stellt alle musikalischen Engagements ein. Deswegen mussten die Ticketpreise sanft angehoben werden, und zwei Spielorte werden dieses Jahr aus Kostengründen ganz leer ausgehen: Darunter fällt leider auch das Weingut Reichsrat von Buhl in Deidesheim. Kultur


Die Rheinpfalz - Mittelhaardter Rundschau - Nr. 48
Donnerstag, den 26. Februar 2015