10.07.2021 - Kadri Voorand & Mihkel Mälgand
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
10.07.2021 - Rymden
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
23.07.2021 - Shri Sriram Quartet
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
23.07.2021 - Nils Petter Molvær Group
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
24.07.2021 - Marius Neset Quartet
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
24.07.2021 - Jazzanova
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
31.07.2021 - Emil Brandqvist Trio
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
31.07.2021 - Tingvall Trio
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
 
 
10.07.2021 - Kadri Voorand & Mihkel Mälgand
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
1
10.07.2021 - Rymden
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
2
23.07.2021 - Shri Sriram Quartet
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
3
23.07.2021 - Nils Petter Molvær Group
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
4
24.07.2021 - Marius Neset Quartet
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
5
24.07.2021 - Jazzanova
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
6
31.07.2021 - Emil Brandqvist Trio
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
7
31.07.2021 - Tingvall Trio
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
8
 
Tickets hier!
Gutscheine hier!

Programmheft 2018zoom

Neues Programmheft folgt


Hier zur Deidesheimer Jazzwanderung 2020zoom

Neuer Pressetext folgt

 
 
Twitter aktivieren
 
 

Veranstalter:

S.Y.M Gesellschaft für Kulturmanagement mbH

Mitglied bei:

EuropeJazzNetwork
JazzAlliance
DeutscheJazzFöderation
Metropolregion Rhein-Neckar

Feines aus der Kantinenküche

28.07.2014

„Jazzkantine“ und Jan Kiesewetters „GammaRama“ geben Palatia-Jazz-Doppelkonzert in der Limburg

Ein begeistert gefeiertes Doppelkonzert bescherte den Musikfreunden das jüngste Konzert bei Palatia Jazz in der Klosterruine Limburg. Mit der „Jazzkantine“ war Deutschlands erfolgreichste Groove-Band am Samstag zu Gast. Sie brachte das Publikum zum Mitwippen und -tanzen. Zuvor lud Jan Kiesewetters „GammaRama“ mit seinem anspruchsvollen Modernjazz zu konzentriertem Zuhören ein.

Stargast beim Konzert im Hof des Ältesten Hauses: der französisch-vietnamesische
Gitarrist Nguyên Lê.zoom
Stargast beim Konzert im Hof des Ältesten Hauses: der französisch-vietnamesische
Gitarrist Nguyên Lê.

Dass der Jazz einmal Tanzmusik war, daran erinnert die „Jazzkantine“ mit großem Erfolg. Sie verschmilzt Hiphop, Jazz und Soul wunderbar miteinander. Viele namhafteMusiker sind durch die Kantinenküche gegangen, haben mitgekocht und auch die aktuelle Besetzung vereint Musiker vom Feinsten.
     „Alles, was ich brauch’, ist ein Mic und ’ne Bühne. Keine Barriere und bitte bloß keine Stühle“, rappt Cappuccino mit seinem Partner Tachi. Mit ihren Hüten, schwarzen Anzügen und Krawatten sahen die beiden aus wie die legendären Blues Brothers. „Respekt ist unsre Aufgabe und nicht ’ne Maske, die ich aufhabe“, fordern die beiden ein im Song „Respekt“. „Jazzkantine“ und Jan Kiesewetters „GammaRama“ geben Palatia-Jazz-Doppelkonzert in der Limburg Zwei Gentlemen-Rapper, die immer stilvoll zur Sache kommen und sich nur dann in den Schritt fassen, wenn sie sich einen Scherz über Hardcore- Kollegen erlauben.
     Eine singende Schwester haben sie gleichfalls an ihrer Seite: Nora Becker aus Hamburg hat eine wunderbare Soulstimme, die sie in „Ego Tripping“ sinnlichmäandern ließ, und sie packte auch eine heiße Sangesröhre in „Supersticious“ aus.
     Knackige Bläser, coole Sounds vom Fender Rhodes Piano, das alles hat Stil, Eleganz undKlasse.Alte Jazzstandards nimmt man gerne auf in der Kantinenküche, um sie als „Nouvelle Cousine“ lecker aufzutischen.Alte Bebop- Nummern ebenso wie „Take Five“. In neuen Sounds und frischen Rhythmen erhalten diese hippe Soundqualität.
     Und auch der DJ nimmt die Vorlagen gerne in dieMangel, lässt dieMelodien pfeifen, zwitschern und blubbern. Schön bluesige Gitarrensoli schmiegte Tom Bennecke beredt ein, war auch mit dem Wah-Wah-Pedal effektvoll zur Stelle, pinselte funky Töne dazu. Zu schön lässig abgehangenen Reggae-Nummern passte das ebenso gut wie zu einer Herbie-Hancock- Komposition. Hancock- Komposition.
     „Wir Rapper klauen gerne, auch vom ältesten Rapper der Welt“, verriet Cappuccino und stellte eine hippe Version von Walter von der Vogelweides „Die Gedanken sind frei“ vor.
     Schönste modernde Wiederverwertung erfuhren auch Fremdhits aus den 1990er Jahren wie „No diggity“. Und auch für Rock-Hits haben die kreativen Kantinenköche einen guten Riecher, brutzelten „Highway to hell“ mit schönem Groove in die Pfanne. Scharf würzten die Bläser nach mit pointierten Riffs, Tenorsaxofonist Heiner Schmitz ließ schon mal mit expressiven Soli aufhorchen. „Get up, wir gehen ab“, hieß es gegen Ende, als immer mehr Tanzvolk den Platz vor der Bühne einnahmund die Band feierte.
     Klasse Musik zumentspannten Zuhören gab es auch schon bei Jan Kiesewetters „GammaRama“, die zuvor spielten. Festivalleiterin Yvonne Moissl hat ein gutes Händchen für Unbekannteres, das auch im Festivalumfeld einen exzellenten Platz hat.
     Elegante, schmiegsame Melodien intonierte Kiesewetter aus Sopranund Tenorsaxofon ebenso wie der Gitarrist Bernd Huber. Ein fein austarierter, klanglich raffinierterModern- Jazz, der immer auch schön Verqueres, harmonische Reibungen undWiderhaken mit gewieftem Groove mischte. Starke Begleiter waren Uli Fiedler, der seinem Kontrabass ebenso viel Groove abgewann wie der Schlagzeuger Tilman Herpichböhm. „Dr. Gimp“ huldigte dem Gimpel, der ziellos umherirrt. Hier im Bebop in kreuz und quer laufenden Linien, mit häufigen Tempowechseln und auch außerhalb der Tonart schön schräg verlaufend.

DIE RHEINPFALZ | von Rainer Köhl

DIE RHEINPFALZ — NR. 172
MONTAG, 28. JULI 2014

Aktuelles