10.07.2021 - Kadri Voorand & Mihkel Mälgand
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
10.07.2021 - Rymden
Festungsanlage Fronte Beckers | 76726 Germersheim
23.07.2021 - Shri Sriram Quartet
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
23.07.2021 - Nils Petter Molvær Group
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
24.07.2021 - Marius Neset Quartet
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
24.07.2021 - Jazzanova
Klosterruine Limburg | 67098 Bad Dürkheim
31.07.2021 - Emil Brandqvist Trio
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
31.07.2021 - Tingvall Trio
Park der Villa Wieser | 76863 Herxheim-Landau
 
 
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Jazziger Doppelschlag

22.06.2019

Bill Laurance Trio und Shalosh

Von Henning Gajek

Als Keyboarder des US-Fusion-Kollektivs „Snarky Puppy“ hat der Pianist Bill Laurance dem Jazzrock und Funk-Jazz neue Flügel verliehen. Beim Neustadter „Palatia Jazz“-Konzert nächsten Samstag ist der Brite jetzt mit seinem Trio zu erleben, und quasi als Vorspeise gibt es mit „Shalosh“ ein weiteres interessantes Trio aus Israel.

Neustadt. Bill Laurance hat wie viele große Jazzpianisten mit klassischem Klavier begonnen, richtig grundsolide. Dadurch stand der heute 38-Jährige schon mit 14 erstmals auf der Bühne. Das Jahr des Durchbruchs war für ihn aber 2014, als er mit „Snarky Puppy“ wie aus dem Nichts den Grammy für die beste R&B-Performance gewann und zeitgleich mit seinem Solo-Album „Flint“ die britischen und amerikanischen Jazz-Charts des Anbieters iTunes stürmte. Eigentlich wollte auch die Deidesheimer „PalatiaJazz“-Veranstalterin Suzette Yvonne Moissl ursprünglich „Snarky Puppy“ als Ganzes buchen. Doch weil viele Mitglieder dieser vielköpfigen Formation zum vorgesehen Termin nicht zur Verfügung standen, klopfte sie bei Bill Laurance an.

Der hat eigentlich auch einen ziemlich dichten Terminkalender. Als Pianist, Komponist, Produzent und Arrangeur ist er weltweit unterwegs, hat aber auch noch einen festen Job am Institut of Contemporary Music in London. Der Meister komponiert und spielt nicht nur auf Festivals, sondern schreibt auch Filmmusik. Seine Spielfilmpartitur „Un Traductor“ wurde beim Sundance Film Festival 2018 als „best foreign film“ nominiert. Auf der endlos langen Liste seiner Kooperationen stehen angesagte Dancing-Companies oder Namen wie David Crosby, Morcheeba, Salif Keita oder Bobby McFerrin, um nur einige zu erwähnen. Und dann wären da noch seine Verpflichtungen als Produzent für Film, Fernsehen und Werbefilme. Von daher reist er jetzt auch nur für zwei Termine nach Deutschland – und einer davon eben in Neustadt.

Alle seine bisherigen Solo-CDs – neben „Flint“, „Swift“ „Aftersun“ und das Live-Album „Live at Union Chapel“ – erreichten beste Plazierungen in den Charts. Seine Stücke präsentieren sich als eine einzigartige Melange aus klassischer Musik, swingendem, groovend kochendem, funkigem Jazz und treibenden Beats, die er mit ausgefeilten Figuren am Klavier verziert. In Album „Aftersun“ liefert er eine hochkonzentrierte, gut tanzbare Mischung, die den Bewegungsdrang ordentlich kitzelt. In Neustadt wird er aber seine allerneuste CD „Cables“ vorstellen, die erst im März erschienen ist. Es ist eine komplizierte Solo-Aufnahme, bei der Laurance alle Tracks selbst eingespielt hat. Dabei taucht er tief in elektronische Klangwelten ein, lässt seine Musik atmen und pulsieren. Nach Neustadt bringt er allerdings zwei reale Musikerkollegen mit, Jonathan Harvey am Bass und Marijus Aleksa am Schlagzeug.

Das Vorprogramm gestaltet ein junges Trio aus Tel Aviv, das schon seit Kindertagen zusammenspielt und seine Besetzung sogar im Namen trägt: denn „Shalosh“ heißt auf Hebräisch „Drei“. Die aus dem Pianisten Gadi Stern, dem Schlagzeuger Matan Assayag und dem Bassisten David Michaeli bestehende Formation legt Wert darauf, dass es bei ihnen keinen Bandleader im klassischen Sinne gibt. Ihr aktueller Tonträger „Onwards and Upwards“ ist beim renommierten Jazz-Label ACT erschienen und klingt so, als wäre Esbjörn Svensson nach Israel gegangen, um dort als „Lebensprojekt“ wieder aufzuerstehen. Die nordische Mystik, wie man sie von ihm kannte, scheint sich hier mit der Lebensfreude des kulturellen Schmelztiegels Tel Aviv zu verbinden. In wohltuenden Wellenlinien landet diese Musik am persönlichen Strand der eigenen Rezeption und löst dabei diese wohltuende Entspannung aus, die im stressigen Alltag so oft fehlt.

Ausgabe Die Rheinpfalz Mittelhaardter Rundschau - Nr. 142
Datum Samstag, den 22. Juni 2019